Mittwoch, 25. Oktober 2006Hotel-Blog geschlossen
DELMENHORST (RFG). Das Delmenhorster Kreisblatt hat seinen Internet-Blog "www.delmenhorst-sagt-nein.de", in dem sich insbesondere Delmenhorster Bürger aber auch Auswärtige über den Stand des Verkaufs des Hotels am Stadtpark ausgetauscht haben, gestern geschlossen. Seit Juli hatten sich 365 Bürger zu unterschiedlichen Beiträgen rund um die Gefahr eines Nazi-Schulungszentrums geäußert. Bis gestern wurden im Oktober noch 23 Beiträge registriert, in denen aber keine neuen Argumente mehr auftauchten. Die Redaktion bedankt sich an dieser Stelle für die rege Teilnahme.
Freitag, 20. Oktober 2006Dialog über Hotel-Pläne
Delmenhorst (tbr). Das Forum gegen rechts unter dem Dach des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) möchte in Kürze mit kompetenten Gesprächspartnern über die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung bei der Nutzung eines Hotels am Stadtpark im Besitz der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) diskutieren. Auch über den von der Stadt für den Fall eines Ankaufs angekündigten Beirat seien Gespräche mit der GSG-Führung und dem neuen Oberbürgermeister Patrick de La Lanne geplant, teilte DGB-Kreisverbandsvorsitzender Ulrich Kelm mit.
Donnerstag, 19. Oktober 2006Rieger wähnt sich weiterim Rennen
Delmenhorst (tbr). Ungeachtet der Verhandlungen der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) mit Günter Mergel über einen Ankauf des Hotels am Stadtpark sieht der rechtsextreme Hamburger Rechtsanwalt Jürgen Rieger weiter gute Chancen für sich, die Immobilie zu erwerben. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte er gestern: „Die Verhandlungen mit der Stadt werden scheitern. Herr Mergel will zwar das Hotel für drei Millionen Euro an die Stadt abgeben, aber auf dem Inventar würde er sitzen bleiben. Ich biete ihm zusätzlich 400.000 Euro für das Inventar, so dass ich das Rennen machen werde.“
2200 Euro gegen rechts
delmenhorst (an). Die Realschule an der Königsbergerstraße hat im Rahmen eines Sponsorenlaufes mehr als 2200 Euro erlaufen. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler und deren Sponsoren möchten mit diesem Geld die Stadt Delmenhorst beim Kauf des Hotels am Stadtpark unterstützen und gleichzeitig ein deutliches Zeichen „gegen rechts“ setzen.
Samstag, 14. Oktober 2006Neues Banner am Wasserturm
Delmenhorst (tbr). Das „Forum gegen rechts“ unter dem Dach des DGB startet einen zweiten Versuch, am Wassertrum herab ein Transparent zu entrollen, das in der nächsten Zeit auf den Widerstand der Bürger gegen drohende rechtsextreme Umtriebe in der Stadt hinweisen soll. Heute um 11 Uhr wird an der Westseite des Turms mit Unterstützung der Stadtwerke das neue Banner mit der Aufschrift „Keine Nazis in Delmenhorst“ angebracht. Ein erstes, kurz vor dem Kartoffelfest befestigtes 30-Meter-Transparent hatte lediglich 24 Stunden gehalten. Dann wurde es von stürmischen Böen fortgerissen.
Donnerstag, 12. Oktober 2006Aktionsbüro kehrt zur Fünf-Tage-Woche zurück
Wasserturm-Transparent wird erneuert / DGB zuversichtlich
„Im Aktionsbüro stehen die Aktiven in positiver Wartehaltung“, sagt DGB-Kreisverbandschef Ulrich Kelm. Mahnwachen und Klagemauer bleiben bestehen. Delmenhorst (tbr). Angesichts der offenbar in ruhigeres Fahrwasser kommenden Entwicklung um das Hotel am Stadtpark fahren der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das unter seinem Dach formierte „Forum gegen rechts“ ihre Aktivitäten ein Stück weit zurück. Ab sofort gelten in der Geschäftsstelle an der Langen Straße 72, Telefon (04221) 17030, wieder die normalen Öffnungszeiten. Das Forum ist also nicht mehr, wie im August und September, an sieben Tagen pro Woche zu erreichen. Der Verkauf von Buttons, Aufklebern und anderen Dingen zu Gunsten des Spendenkontos geht weiter. Auch die Mahnwachen vor dem Hotel und die Klagemauer auf dem Rathausplatz werden laut DGB-Kreisvorsitzendem Ulrich Kelm fortgesetzt. Nach seinen Worten „stehen die Aktiven in positiver Wartehaltung“. Zurzeit wird eine neues, stabileres Transparent „Keine Nazis in Delmenhorst“ für den Wasserturm vorbereitet. Es soll in den kommenden Tagen aufgehängt werden. Das in der vergangenen Woche angebrachte Banner war bereits am Wochenende von heftigem Wind zerstört worden. Das städtische Treuhandkonto soll bis zur Unterzeichnung des Kaufvertrags für das Hotel bestehen bleiben. Mittwoch, 11. Oktober 2006Konzert bringt 920 Euro ein
Delmenhorst (tbr). Im Anschluss an das „Delmenhorst sagt Nein!“-Konzert am vergangenen Freitag in der Aula des Gymnasiums an der Willmsstraße haben die Besucher 920 Euro für das städtische Treuhandkonto der Aktion „Hotel am Stadtpark“ gespendet. Verantwortlich zeichneten die städtische Musikschule (MSD) und der Gesangsverein „Teutonia“. Das Geld ist laut MSD-Leiter Michael Müller bereits überwiesen worden.
GSG und Mergel verhandeln direkt über Kauf des Hotels
Erstes 90-minütiges Gespräch / Hotelier zeigt sich offen für Drei-Millionen-Offerte
Ein konkreter Termin für eine Vertragsunterzeichnung steht noch nicht im Raum. Beide Seiten vereinbaren Stillschweigen über Einzelheiten der Verhandlungen. Von Thomas Breuer Delmenhorst. Die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft Delmenhorst (GSG) verhandelt seit gestern direkt mit Hotelbesitzer Günter Mergel über einen Ankauf des Hotels am Stadtpark. Mergel weilte am Vormittag für etwa 90 Minuten bei GSG-Geschäftsführer Stefan Ludwig. Nach dessen Worten hat er seine Bereitschaft erneuert, das Hotel für drei Millionen Euro zu veräußern. Beide Parteien loteten ihre Standpunkte aus, diskutierten ihre Vorstellungen und vereinbarten, während der laufenden Verhandlungen keine Einzelheiten nach außen dringen zu lassen. Ein zeitliches Ziel, bis wann der Kaufvertrag stehen soll, hat sich Ludwig nach eigenen Worten nicht gesetzt: „Es gibt eine ganze Anzahl von Sachen, die zu klären sind.“ Der Stadtrat hatte in seiner Sondersitzung am vergangenen Dienstag mit großer Mehrheit beschlossen, Mergel die Drei-Millionen-Offerte zu machen. Dabei setzt das Rathaus auf das so genannte GSG-Modell, das vom Niedersächsischen Innenministerium als rechtlich einzig einwandfreier Weg gebilligt wurde. Es sieht vor, dass die Stadt über die GSG 1,596 Millionen Euro aufbringt (Verkehrswert plus 20-prozentiger Zuschlag, da das Gebäude in einem Sanierungsgebiet liegt). Dazu kämen die inzwischen rund 925000 Euro auf dem Treuhandkonto der Aktion „Hotel am Stadtpark“ und knapp 500000 Euro, die die GSG aus eigenen Mitteln beisteuern müsste. Die GSG würde damit Eigentümerin und Verwalterin des Hotelkomplexes werden, über dessen Nutzung nach einem perfekten Kauf entschieden werden soll. Dabei sollen sich die Bürger, die maßgeblich am Spendenaufkommen mitgewirkt haben, in angemessener Weise über einen neu zu gründenden Beirat einbringen können. Ludwig sprach im Anschluss an das gestrige Treffen von einer entspannten Gesprächsatmosphäre, die vor allem auch dem gegenseitigen Kennenlernen gedient habe. Telefonnummern seien ausgetauscht worden, so dass jetzt ein direkter Draht bestehe. Der zeitweise zwischen Stadt und Hotelier aktive Vermittler Dr. Christian Glass sei nicht eingebunden. Ein zweites Zusammentreffen ist laut Ludwig noch nicht terminiert. Es solle nach Klärung mehrerer angesprochener Sachverhalte erfolgen. Dienstag, 10. Oktober 20063868 Spenden verbucht
Unterstützung auch aus dem Ausland
Delmenhorst (TBR). Exakt 3868 Spenden sind bis zum gestrigen Nachmittag auf dem städtischen Treuhandkonto der Aktion „Hotel am Stadtpark“ eingegangen. Die Zahl der Menschen, die die Aktion bislang unterstützten, liegt allerdings deutlich höher. Denn die Erlöse etwa aus verschiedenen Verkaufsaktionen sind mit nur einer Summe verbucht, obwohl viele Leute etwas beigesteuert haben. Rathaussprecher Timo Frers sagte, stärkster Tag sei mit 411 Spendeneingängen der 14. August gewesen. Einen Tag später seien es noch 395 gewesen. Eine Spende ging aus Kanada ein, und in jüngster Zeit seien Überweisungen aus Österreich, Großbritannien, Belgien und Luxemburg gefolgt. Innerhalb Deutschlands reichte die Spendenbereitschaft bis Freiburg, Stuttgart und München. Allerdings seien Delmenhorst und die Region am meisten vertreten. Zurzeit gehen noch Spenden in kleinerer Zahl ein. Unsere Zeitung beobachtet den Spendenstand weiterhin und wird über Auffälligkeiten berichten. Samstag, 7. Oktober 2006„Ich kann mir vorstellen,das Hotel zu verkaufen“
Mergel lenkt bei 3 Mio. offenbar ein
Delmenhorst (ua). Die Achterbahnfahrt um das Hotel am Stadtpark geht weiter. Am Morgen nach dem Ratsbeschluss, Hotelier Günter Mergel ein Kaufangebot von bis zu drei Millionen Euro zu machen, um eine rechtsextreme Kaderschmiede zu verhindern, lenkt der Hotelier offenbar ein. Auf die Frage, „können Sie sich vorstellen, das Hotel nun an die Stadt zu verkaufen“, sagte Günter Mergel dem dk: „Ja, ja.“ Ihm lägen allerdings weder ein schriftliches noch ein telefonisches Angebot über diese Verkaufssumme vor. Mit dieser Antwort beendete Mergel, der Tags zuvor noch für Verwirrung gesorgt hatte, mit der Ankündigung, nicht mehr verkaufen zu wollen, das Telefonat. Der Hotelier hatte vor der Ratssitzung die Variante ins Spiel gebracht, einen neuen Deal mit dem rechtsextremen Anwalt Jürgen Rieger einzufädeln. Demnach sollte Rieger die Schulden von Mergel übernehmen und könne im Gegenzug das Hotel für 15 Jahre pachten. Mergel erhalte eine Leibrente. Nazi-Abwehr am TurmFreitag, 6. Oktober 2006Wahrzeichen gegen rechts
Delmenhorst (ua). DasWahrzeichen der Stadt, der Wasserturm, wird ab heute weithin sichtbar das Bürgerengagement gegen Neonazis dokumentieren.
Um 13 Uhr entrollt das „Forum gegen rechts“ mit Vertretern des DGB ein 30 Meter langes Transparent mit der Aufschrift: Keine Nazis in Delmenhorst. DGB Ortschef Ulrich Kelm hob die große Unterstützung der Stadtwerke bei der Aktion hervor. Mit Geschäftsführer Hans-Ulrich Salmen sei die technische Abwicklung abgesprochen worden. Dazu seien Belastungsberechnungen, Stahlseile und Betonanker nötig gewesen. Das Transparenttuch habe eine örtliche Stoffdruckerei gespendet. Mergel will nicht mehr verkaufenTrotz eines Angebotes von drei Millionen Euro für das Hotel am Stadtpark will Günter Mergel an den Rechtsextremisten Rieger verpachten. Von Ulrich Arlt Delmenhorst. Die Zukunft des Hotels am Stadtpark bleibt ungewiss. Die gestern von einer breiten Ratsmehrheit getragene Entscheidung, Günter Mergel das Hotel am Stadtpark für einen Preis von bis zu drei Millionen Euro abzukaufen, wurde überschattet von einem Fax, das Oberbürgermeister Carsten Schwettmann um 16.03 Uhr, kurz vor der Sondersitzung des Stadtrates erhielt. Darin zieht Mergel sein Verkaufsangebot nach einem Finanzamtsbesuch zurück: Er erhalte vom rechtsextremen Anwalt Rieger ein zinsloses Darlehen in Höhe seiner Verbindlichkeiten und schließe mit Rieger einen Pacht-Mietvertrag über 15 Jahre ab, der in eine Art Leibrente münde. Zu diesem Zeitpunkt kannte Mergel allerdings den Ratsbeschluss noch nicht. Schwettmann forderte dennoch den Stadtrat auf, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GSG die Möglichkeit zu Kaufverhandlungen zu geben. Dem kam der Rat mit den Stimmen aller Fraktionen nach. Lediglich die CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz stimmte dagegen. Vor diesem nahezu einmütigen Votum hatten Redner aller Ratsparteien ihre Zustimmung signalisiert. Schwettmann hatte vorab gesagt, zum GSG-Modell gebe es aus Sicht der Verwaltung keine Alternative. Er und die Parteienredner unterstrichen in unterschiedlicher Intensität das Unbehagen über einen überhöhten Preis, der jedoch in keinem Verhältnis zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden stehe, würden Neonazis im Hotel einziehen. Vermittler Dr. Christian Glaß und Günter Feith von der Bürgerinitiative „Für Delmenhorst“ die 930.000 Euro gesammelt hatte, zeigten sich „ganz erleichtert“. Die Stadt sei nun auf einem Stand, der schon vor Wochen möglich gewesen wäre. Eine neue Nutzung des Hotels verspreche, eine Bereicherung für das Stadtzentrum zu werden. Bildunterschrift: Bei einer seiner letzten Amtshandlungen: Oberbürgermeister Schwettmann umlagert von Fotografen, Kameraleuten und Reportern.FOTO: Andreas Nistler Donnerstag, 5. Oktober 2006Fällt heute das Hotel-Votum?
Vor der Sondersitzung des Stadtrates Tischvorlage im VA
Delmenhorst (ua). Die Frage über Preis und Strategie beim geplanten Kauf des Hotels am Stadtpark zur Abwehr von Neonazis stellt die Fraktionen des Stadtrates vor erheblichen Zugzwang. Das Ergebnis der Sondersitzung des Rates wird über die Stadt hinaus mit Spannung erwartet. Soll heute eine endgültige Entscheidung gefällt werden, ob man Hotelier Günter Mergel das Hotel für drei Millionen Euro abkauft oder ihm lediglich ein Angebot über rund 2,6 Millionen Euro vorlegt, muss dies innerhalb kürzester Zeit geschehen. Denn erst heute werden die Beigeordneten der Fraktionen im Verwaltungsausschuss in einer Tischvorlage über den Vorschlag der Verwaltung und des Innenministeriums informiert. Diese VA-Sitzung findet um 15.30 Uhr statt, anschließend tagt der Rat um 16.30 Uhr zum Thema Hotel nicht öffentlich, was Verwunderung ausgelöst hat. Um 17.30 Uhr wird die Öffentlichkeit, die mit knapp einer Million Euro einen erheblichen Teil zu einem möglichen Kaufpreis beigesteuert hat, zugelassen. SPD-Fraktionschef Manfred Bosak sagte gestern, die Sozialdemokraten warteten auf eine Bewertung der Verwaltung. Er hoffe, dass dies nicht erst heute geschehe. Gerold Heidberg, Chef der Unabhängigen (UAD), wollte keine Einschätzung ohne neuere Erkenntnisse abgeben. Auch FDP-Fraktionschef Uwe Dähne wartet auf das Ergebnis des Prüfauftrages, der die „Unumgänglichkeit“ eines Kaufes für drei Millionen Euro unter die Lupe genommen hat. Die CDU ist der Auffassung, es bestehe kein akuter Handlungsbedarf, da die Stadt das Vorkaufsrecht für das Hotel besitze. Der Kauf durch den Rechtsextremisten Rieger sei nicht möglich. Es bestehe kein „übermäßiger Zeitdruck“, um eine voreilige Entscheidung zu treffen, mit starken Auswirkungen auf den Stadtetat. Kabarettisten spenden ihre Gage für HotelkaufGenmanipulierte Retortenbabys sind keine Gewähr für Intelligenz und Gesundheit. Diese Lektion lernt Traute Backhaus im Erfolgsstück des Kabarettistenduos Pago Balke und Walter Koch. delmenhorst (fh). Was in ganz Deutschland für Gesprächsstoff gesorgt hat, ist auch den beiden Kabarettisten Pago Balke und Walter Koch nicht entgangen: Der Poker um das Hotel am Stadtpark. Darum haben sie sich kurzerhand entschlossen, die Gage ihres Auftritts in Delmenhorst am Mittwoch, 11. Oktober, für den Hotelkauf zu spenden. „Je mehr Leute kommen, desto mehr Geld landet auf dem Treuhandkonto“, erläuterte Birgit Lohstroh, Leiterin des KulturBüros. Zur Erklärung: Von jeder verkauften Eintrittskarte erhalten die Künstler einen bestimmten Prozentsatz als Gage. Bei dürftiger Resonanz würde sie entsprechend niedrig ausfallen. Und umgekehrt bei vollem Haus. Balke und Koch sind die ersten Künstler, die ihre Gage zur Verfügung stellen. Erwartet hatten sie das nicht. „Wir dachten, alle in Delmenhorst gastierenden Künstler verzichten auf ihre Gage und kaufen sich dafür ein Bett im Hotel“, scherzte Balke. Aber weit gefehlt. Eine Bilanz, die Balke „freudig und traurig zugleich“ fand. Als Maskenkabarett Pago & Koch haben die beiden Künstler seit 1991 rund 450 Vorstellungen gegeben. Auch in Delmenhorst sind sie schon zu Gast gewesen. Jetzt befinden sie sich mit ihrem Erfolgsstück „Das Hoffnungs-Los“ auf Abschlusstournee. Außer dem Gastspiel in Delmenhorst stehen im Oktober noch Stationen in Weyhe, Garbsen und Schortens auf dem Programm. Das Stück führt die „Segnungen“ der modernen Gen-Technologie ad absurdum. Traute Backhaus alias Walter Koch bringt dank Unterstützung der „Sunshine-Genetic GmbH“ nach nur dreimonatiger Schwangerschaft ihren Klaus zur Welt – als Retortenbaby ein Produkt aus Wissenschaft und Mutterliebe, live geboren in einer Fernsehshow. Wirklich glücklich wird die Mutter unterdessen nicht: Das überraschend schnell wachsende Kind ist alles andere als intelligent und leidet unter Gelbsucht. Ob Balke und Koch noch mal mit einem neuen Stück debütieren, steht in den Sternen. Vielleicht lassen die Künstler ihre Masken schon bald für immer fallen. Balke: „Meinen Babyspeck habe ich inzwischen verloren. Jetzt kann ich mich mit meinem Gesicht auch mal sehen lassen.“ Bildunterschrift:
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