
FDP diskutiert mit Schülern über rechts
Delmenhorst (JH). Für eine offensive Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus an Schulen hat sich Hans-Werner Schwarz, FDP-Mitglied des Niedersächsischen Landtages und Mitglied des Bildungsausschusses, anlässlich einer Diskussionsveranstaltung mit Schülervertretern im Hotel Thomsen ausgesprochen. Der FDP-Politiker, der auf Einladung seines Parteikollegen, dem FDP-Oberbürgermeister-Kandidaten Uwe Dähne, nach Delmenhorst gekommen war, plädierte dafür, Eltern, Lehrer und Schüler gleichermaßen einzubeziehen. Er lobte die Stadt für ihr sachliches und doch wirkungsvolles Vorgehen gegen den Verkauf des Hotels am Stadtpark an die rechtsradikale Wilhelm Tietjen-Stiftung.
Gerade an Schulen müsse mehr über das schreckliche Naziregime und die gefährliche politische Orientierung aufgeklärt werden, sagte Alena Müller, Vertreterin des Stadtschülerrates. „Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist zwar Thema im Schulunterricht, aber Dinge, die in der Gegenwart passieren, werden vernachlässigt.“ Man könne zum Beispiel in Arbeitsgemeinschaften den Schülern verstärkt vor Augen führen, wie schrecklich die Zeit des Naziregimes für alle Beteiligten gewesen ist, und dass Ähnliches nie wieder passieren dürfe.
Schwarz betonte die große Rolle der Mitläufer, die nicht allein gelassen, sondern auf den richtigen Weg gebracht werden müssten. „Jeder soll wissen, dass er etwas wert ist.“ Uwe Dähne verwies auf eine Reihe Unterrichtsmaterialien, die der Kriminalpräventive Rat der Stadt (KPR) Lehrerinnen und Lehrern auf Anfrage zur Verfügung stellt.
Bildunterschrift:
Hans-Werner Schwarz diskutierte mit Alena Müller, Uwe Dähne, Philipp Wulf und Kai Opitz (v. l.) über die braune Gefahr.FOTO: Jana Heimann